Der Ansatz ist alles andere als neu. In der ‚analogen Welt’ wird seit jeher Arbeitsleistung gegen Bezahlung getauscht, werden Spenden und Kollekten für gemeinnützige Projekte gesammelt, finden Kommunikation und Informationsaustausch statt. Man stelle sich nun vor, statt einiger weniger Angestellter hätten Unternehmen Zugriff auf eine nie versiegende Quelle von Arbeitern aus aller Herren Länder, die Kollekte würde plötzlich nicht nur durch die Gemeinde gereicht, sondern ginge gleich einmal um die Welt, und es entstünde eine Art Kollektivwissen … und nun stelle man sich vor, wir wären bereits mitten drin.

Der Begriff des Crowdsourcing (im Jahr 2006 erstmals begründet durch Jeff Howe vom Wired Magazine) beschreibt, wie die Wortzusammensetzung bereits andeutet, das Outsourcen von Aufgaben, Fragestellungen und Kreativleistungen an eine undefinierte Masse von Menschen.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Unternehmen schöpfen aus einem größeren Pool an (kostengünstiger) Kreativität und Arbeitskraft, während Individuen weitgehend unabhängig von räumlichen und zeitlichen Beschränkungen ihre Leistungen anbieten und Einkommen generieren können.
Unter humanistischen Gesichtspunkten wird Crowdsourcing unterdessen als langersehnte Möglichkeit zum Ausgleich des globalen Wohlstandgefälles gesehen. Ein Beispiel: Die Plattform 99designs vermittelt kleinere Kreativ-Aufträge zwischen Unternehmen (zumeist aus Industrieländern) und einem Pool von etwa 90.000 Designern aus aller Welt. Ein Ausgleich des Wohlstandsgefälles findet hier effektiv immer dann statt, wenn ein Designer aus einem Land mit niedrigerem Pro Kopf Einkommen (beispielsweise Indien) einen Pitch gewinnt und sein Design in ein Land mit hohem Pro Kopf Einkommen verkauft.
Nach dem gleichen Prinzip arbeiten auch andere Plattformen. Amazon Mechanical Turk z.B. vergibt auch solche Micro-Tasks, die von weniger qualifizierten Arbeitskräften erledigt werden können. Für das Taggen von Bildern, einfache Recherche-, Kategorisierungs- oder Übersetzungsarbeiten werden jeweils kleinere Cent-Beträge gezahlt.
Voraussetzung und Treiber für diese Businessmodelle und Mechanismen sind unter anderem die Nutzung der Web 2.0 Infrastruktur sowie allgemeinzugängliche, unkomplizierte (Micro-) Payment Modelle. Und natürlich die Individuen als Teil und gleichzeitig Basis der Crowd, denn “Crowdsourcing is all about diversity” – Jeff Howe.



Hallo Frau Pelzer,
schönes Thema für Ihr Blog – werde Ihre Beiträge verfolgen und bin gespannt auf das Projekt.
Alles Gute,
Reinhard Rossmann
Crowdsourcing ist ein Wertschöpfungsprozess bei dem Menschen außerhalb eines Unternehmens Dienstleistungen und Problemlösungen erbringen.
Im Idealfall ist dieser Prozess auch noch günstiger als eine Inhouse-Lösung.
Kannst Du bitte mehr darauf eingehen?
Wie kann ich als Unternehmen durch Crowdsourcing Geld sparen?
Tolles Thema. Viel Erfolg mit dem Blog.
Habe es nun im meinem RSS-Reader aboniert.
Hey hey,
ich wünsche euch alles Gute mit dem Projekt. Es ist definitiv ein Thema, das das Arbeiten im und über das Internet beschäftigen wird.
Ich bin gespannt auf weitere Beiträge und die Entwicklung des Crowd-Sourcings in Deutschland! :)
LG, Umut
Hallo Claudia,
schöne Idee, spannendes Thema und ein echt empfehlenswerter Artikel. Ich bin gespannt auf Weitere und hoffe du bekommst viel Zuspruch. Drücke dir die Daumen!
Crowdsourcing ist unabdingbar!
Ich habe ein Auge auf deinem Blog, viele Grüße – Moritz :)