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fluid workforce

20.12.2011, 19:25 Aktuelles, Hintergründe & Entwicklung Joern Hendrik Ast 2 Kommentare

Das sich unsere Arbeitswelt immer stärker in Richtung Selbstorganisation und Flexibilisierung wandelt, liegt ja nun schon seit längerem in der Luft. Die Liste der Ratgeber und Managementbücher angefangen von “Wir nennen es Arbeit“, “Rework“, “Morgen komm ich später rein“, “the four hour work week” und “Meconomy” wächst genauso weiter, wie die Zahl der Existenzgründungen. Für manchen Selbständigen wird der eine oder andere Titel auch als Bibel verehrt, erlebte er oder sie dadurch doch entscheidende Aha-Erlebnisse.

Schön und gut, sich selbständig zu machen ist heute einfacher als je zuvor. Die Möglichkeiten reichen von einem Fashionblog, zu einem Tech-Startup oder wie es Chuck Lamb aus Ohio als “dead body guy” gemacht hat, als professionelle Filmleiche. Der Schlüssel liegt in der nie dagewesenen Möglichkeit zur Selbstvermarktung. Aber nachdem die ersten aufregenden Monate als Entrepreneur vergangen sind und der Gründungszuschuss dem Ende entgegen geht, wird es ernst.

Wo kommen die Aufträge her?

Wie kommt man an Kunden? Das sind essentielle Fragen die sich jedem Existenzgründer stellen und da hilft leider keine Ausrede wie z.B. die gerade beliebteste: “Es ist ja Vorweihnachtszeit, da erreiche ich jetzt eh kaum noch einen Kunden mit freiem Kopf für neue Projekte!” Es gilt das schwierige Spagat zwischen Auftrags-abwicklung und Kundenakquise zu meistern. Natürlich nicht wie im Callcenter, eine Nummer nach der anderen, direkt, kalt. Das ist auch nicht nötig, kommen doch die meisten Aufträge letztlich über Empfehlungen, wie diese Studie von Freelancersunion.org zeigt. Von den Befragten gaben 34,2% an das ihre Jobs über Empfehlungen reinkämen, lediglich 4,1% würden sich wirklich ans Telefon setzen. Das ist sicher beruhigend, insbesondere wo es doch hervorragende Plattformen gibt wie 12 Designer oder für das Coworking im kohlenstofflichen Leben das betahaus in Köln, nur um ein paar zu nennen.

bigun projects

Doch es hilft alles nichts, als Freelancer macht es einfach am meisten Sinn Projekte zu machen die länger dauern als eineinhalb Tage und vor allem mit Kunden zu arbeiten die bereit sind den Tagessatz zu zahlen, den man sich immer vorgenommen hat nach außen zu kommunizieren. Doch wie soll man an die großen Unternehmen herankommen? Wie verhandelt man die großen Projekte und vor allem wie stellt man sicher, dass genügend Umsetzer dabei sind? Das schöne dabei, meine Antwort auf diese Fragen ist nicht eine Agentur zu gründen. Das ist nicht mehr nötig, denn es geht ja nach wie vor darum dieselbe spezialisierte Dienstleistung auszuführen, sei es als Designer, Entwickler, Berater oder Planner, Texter oder natürlich als Social Media Berater. Das was sich ändert ist, dass man in einem Team von Freelancern zusammenarbeitet. Ein Team das speziell für ein Projekt zusammenkommt, dieses Projekt erfolgreich abschliesst und sich dann wieder auflöst. Ich möchte hierbei von fluiden Teams sprechen.

fluide Teams

Die Frage ist wer organisiert diesen Zusammenschluss und können solche fluiden Teams erfolgreich sein? Damit die Projektarbeit für den Kunden zufriedenstellend abläuft braucht es natürlich eine klare Verteilung von Verantwortlichkeiten, saubere Übergaben und 100%’iges Commitment aller Umsetzer. Ein klarer Vorteil eines Teams das aus Einzelunternehmern besteht, ist der hohe Professionalisierungsgrad. Schließlich haftet jedes Teammitglied mit seinem Namen als Unternehmer für seine/ ihre Leistung. Die hohe Taktung durch parallel laufende Projekte macht den Freelancer zudem auch effizient, denn gutes Zeitmanagement ist Pflicht wenn man sein eigener Vertriebsvorstand, Marketingleiter und Projektmanager ist. Greifen dann diese Vorteile und Kompetenzen ineinander in einem fluiden Netzwerk, steht der Abwicklung von großen Projekten nichts mehr im Wege

Die Antwort auf die Frage nach der Organisation ist recht einfach, ein fluides Netzwerk sollte eine ordnende Einheit haben.Ein Coreteam das sich um die Akquise und die Auswahl der Teilnehmer kümmert. Das so wichtige Projektmanagement wiederum ist Bestandteil des Projektbudgets, wird einkalkuliert und von einem freien Projektmanager übernommen. Die Vorteile für den Kunden sind vielfältig, so bietet ein maßgeschneidertes Team aus genau den Experten die man für ein bestimmtes Problem braucht den großen Vorteil schnell im Thema zu sein und gute Ergebnisse zu liefern. Dazu kommt, dass es durchaus kosteneffizienter ist nur die Experten zu beschäftigen die man braucht, als eine ganze Agentur an ein Projekt zu setzen oder zumindest soviel zu zahlen. Oftmals werden ja auch für die schwierigen Themen auch Freelancer beauftragt, ab einem gewissen Umfang macht es schlichtweg Sinn diese direkt zu beauftragen. Das wird sicher schwierig wenn es um die ganz großen Marketingetats wie Film, Funk und Fernsehen geht, aber wie schon oben angedeutet wird die Landschaft der Dienstleistungen immer spezialisierter und kleinteiliger. Hier braucht es die richtigen Leute die verstehen die relevanten Themen der Zukunft zu spielen und zu bedienen und  genau das ist das Feld für die fluiden Netzwerke!

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Über den Gastautor

Jörn Hendrik Ast ist Experte für Personalmanagement 2.0. und Gründer von ffluid. Die letzten vier Jahre vor seiner Selbständigkeit arbeitete er bei dem Personaldienstleister Hays, dort gewann er ein ausgeprägtes Verständnis für die Rekrutierungsprozesse auf Bewerber und Unternehmensseite. Seine tiefgehenden Kenntnisse von Communities, online sowie offline, baute er sich durch Projekte wie DNAdigital, dem Carrotmob Hamburg und dem fluidnetwork auf. In diversen Kundenprojekten realisierte er Konzepte für Social Media Recruiting Kanäle auf Facebook, YouTube und für interne Plattformen. Die Erweiterung des Angebotsportfolios von Social Media Recruiting zu Innovationsmanagement und Webentwicklung lag dabei nahe und so gründete Jörn Hendrik Ast zum September 2011 das spezialisierte Beratungsunternehmen ffluid. ffluid versteht sich als Mittler zwischen Kunde und Teams von Freelancern. Die Arbeit in klar strukturierten und exakt auf die Projektanforderungen zugeschnittenen fluiden Teams steht dabei im Mittelpunkt. ffluid repräsentiert ein modernes zukunftsweisendes Agenturmodell, mehr unter ffluid.de.

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