
Bild: Flickr Creative Commons (by HoriaVarlan)
Crowdsourcing: Die Auslagerung von Arbeits- und Kreativprozessen an die Masse der Internetnutzer. Der Neologismus wurde erstmals in 2006 von Jeff Howe in einem Wired Artikel genutzt und hat sich seitdem am Markt durchgesetzt. Im Deutschen z.T. als ‚Schwarmauslagerung’ bezeichnet.
Crowdfunding: Eine innovative Finanzierungsmethode, durch die sich Aktionen (beispielsweise Projekte oder neue Produktentwicklungen) mit Fremdkapital versorgen. Als Kapitalgeber fungiert beim Crowdfunding die Masse der Internetuser.
Crowdinvesting: Die Anwendung des Crowdfunding-Prinzips auf Unternehmen und die Entwicklung von Pilotprodukten wird Crowdinvesting genannt. Üblicherweise erfolgt die Prämiengestaltung unter Einbeziehung von Nutzungsrechten oder erfolgsabhängiger Vergütung.
Microworking: Ganz im Gegensatz zu zusammenhängenden (Kreativ-)Aufgaben werden beim Microworking Kleinst- und Teilaufgaben an die Masse der Internetnutzer. Beispiele für derlei Tasks sind das Tagging von Web-Inhalten, Adress-Recherche oder kleinere Übersetzungsarbeiten. Die Nutzer werden in der Regel durch Beträge von wenigen Cent bis Euros vergütet oder aber via Gamification Machanismen, sprich mit Spielspaß entlohnt.
Human Computation: Dieser Paradigmus beschreibt die Nutzung von menschlichen Fähigkeiten, um solche Problemstellungen oder Aufgaben zu lösen, die nicht von einem Computer gelöst werden können (z.B. die Entzifferung von älteren Schriftstücken oder das Taggen und Kategorisieren von Inhalten).
Fluid Workforce: Unter ‘Fluid Worksforce’ versteht man einen flexiblen Zusammenschluss von Experten und Freelancern verschiedener Disziplinen, die gemeinsam an kreativen Projekten arbeiten.
Open Innovation: Der Begriff Open Innovation beschreibt die Öffnung des Innovationsprozesses von Unternehmen und damit eine aktive sowie strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des gegebenen Innovationspotentials.
Crowdturfing: Als Crowdturfing bezeichnet man die Beeinflussung von Social Media Reichweiten durch unseriöse Microworking Plattformen, die beispielsweise mit Facebook-Likes, Twitter-Followern oder positiven Blog Kommentaren handeln.
Crowdslapping: Die Crowd wendet sich gegen den Crowdsourcer. Beispiel 1) Chevrolet fordert die Kunden auf, ihre eigenen 30 Sekünder zu kreieren und erhält satirische Beiträge zur Umweltverschmutzung durch SUVs und zur schlechten Verfassung der US Autoindustrie. Beispiel 2) Henkel lässt die neue Pril Verpackung durch die Kunden designen und erhält eine ‚Schmeckt lecker nach Hähnchen’ Variante, die dank entsprechender viraler Verbreitung in kürzester Zeit auf Platz 1 gevotet wird.
Weitere Empfehlungen und Praxistipps im Crowdsourcing Report 2012.


