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LifeThek: Eine Social Library der alltäglichen Gegenstände

10.12.2012, 14:54 Aktuelles, Allgemein, Interviews Nora Burgard-Arp

Vor einigen Wochen haben wir über die Kleiderei berichtet, eine Art Bibliothek für Klamotten. Auch LifeThek in Hamburg folgt der Devise „leihen statt kaufen“. Ich habe den Geschäftsführer Dirk Feldmann zum Thema Collaborative Consumption und seiner LifeThek interviewt.

Nora: Was ist die LifeThek und wie funktioniert sie?
Dirk: LifeThek funktioniert wie eine Social Library für Dinge des täglichen Lebens. Jeder kann bei uns auf LifeThek.de Produkte ausleihen und sie dann selbst bei uns in Hamburg abholen oder sich per Post bequem nach Hause schicken lassen. Die Rückgabe ist auch einfach: entweder zurückbringen oder das Paket zur Post bringen. Gefällt ein Produkt so gut, kann es aus der Miete heraus gekauft werden. Unsere Kunden können auch eigene Vorschläge für Produkte einreichen, die wir noch nicht im Sortiment haben. Dinge mit anderen zu teilen, also leihen statt kaufen, macht in vielen Situationen einfach Sinn, man spart Geld und schont die Umwelt.

Nora: Was kann bei euch alles geliehen werden?
Dirk: Zur Zeit bieten wir ca. 500 Produkte überwiegend für junge Familien an. Das sind Spielzeuge und Ausstattung für die Kleinsten, Kinderwagen, Reisebetten, Bollerwagen, Zelte und Rucksäcke für die Größeren. Wir haben Fahrräder, Werkzeuge und Regenjacke im Angebot und jetzt im Winter natürlich Schlitten.

Nora: Was war der Anstoß, die LifeThek zu gründen?
Dirk: Die Idee kam mir im letzten Jahr in Spanien als ich zum ersten Mal von der Collaborative Consumption – Bewegung hörte und las. Die Idee des „Leihen statt kaufen“ kombiniert mit den heutigen neuen technischen Möglichkeiten, ist eine sinnvolle neue Form des Konsums” die es in Deutschland so noch nicht so wirklich gab. Als junger Vater habe ich schnell gelernt, dass man bestimmte Produkte des täglichen Lebens auch wirklich nur für einen bestimmten Zeitraum braucht. Im letzten Jahr gab es noch keine wirklich funktionierenden Verleihkonzepte für Alltagsgegenstände, also haben wir uns entschlossen, das selbst anzufangen. Und jetzt gibt es LifeThek.

Nora: Woher stammen die Produkte?
Dirk: Unsere jetzigen Produkte gehören alle uns. Wir haben mittlerweile aber mit vielen zu uns passenden Händlern und Hersteller gesprochen. Alle beobachten den Markt des Leihens mit großem Interesse und so werden wir wohl im nächsten Jahr Händler und Herstellern als Partner einbinden, die uns ihre Produkte zur Verfügung stellen. LifeThek funktioniert dann wie ein Portal.

Nora: Wie wird die LifeThek angenommen? Gibt es Herausforderungen im Umgang mit den Kunden?
Dirk: Wir alle testen die neue Leichtigkeit des Leihens gerade. Wir freuen uns jeden Monat über mehr Kunden, wachsen und machen wichtige Erfahrungen. Das Interesse freut uns sehr.

Nora: Was ist die Zukunftsprognose? Kannst du dir vorstellen, zu expandieren?
Dirk: Wir wünschen uns im nächsten Jahr mehr Produkte aus allen Lebenslagen auf LifeThek. Wir denken über PopUp Stores in Berlin und München nach und wollen im nächsten Jahr mehr interessante Partner aufnehmen, die bereits eigene spannende Verleihkonzepte umsetzen.
 Danke, Dirk, für die spannenden Einsichten in die LifeThek.

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