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Crowdfunding – Die steuerlichen Aspekte in Deutschland

01.02.2016, 18:39 Aktuelles, Allgemein, Hintergründe & Entwicklung Claudia Pelzer

Ein Beitrag von Maik Drechsler

Eine gute Idee alleine recht leider nicht, es muss auch deren Finanzierung sichergestellt werden. Mit dieser Problematik kämpfen Startups seit langem. Das Produkt oder die Dienstleistung sind innovativ, haben ein Alleinstellungsmerkmal und würden von den Verbrauchern sicher geschätzt werden. Doch erst einmal muss sichergestellt werden, dass die Vertriebswege, die Produktion und die Werbung auch finanziert werden können.

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Kredite sind eine Möglichkeit, gehen aber mit ihren eigenen Herausforderungen einher. Eine Alternative zum Kredit der Bank ist der Kreditvergleichs Anbieter Smava, sowie Auxmoney, beide Anbieter konzentrieren sich auf Kreditsuchende, welche von der Bank mit geringer Wahrscheinlichkeit eine Finanzierung erhalten dürften. Gerade Start Ups haben hier zu kämpfen. Eine weitere Möglichkeit ist das Crowdfunding. Doch welche Aspekte sind bei dieser Art von Finanzierung zu beachten? Welche steuerlichen Fragen müssen berücksichtigt werden?

Steuerliche Aspekte

Hat man sich für eine geeignete Crowdfunding Plattform entschieden, ergeben sich je nach Art des Crowdfundings unterschiedliche Rahmenbedingungen für die steuerliche Berücksichtigung. Generell wird zwischen donation- based und reward- based Crowdfunding unterschieden. Wie der Name schon zeigt, beruht ersteres rein auf Spenden, zweiteres gewährt dem Finanzierenden eine gewisse Art von Gegenleistung. Hierfür werden oft Prototypen oder die ersten Produktionen des Artikels vergeben.

Donation based Crowdfunding

In Deutschland sind Spenden an gemeinnützige juristische Personen steuerlich absetzbar bis hin zu 20% des Ertrages. Voraussetzung ist, dass die Spendenmotivation im Vordergrund steht und der Spender keine höherwertigen Gegenleistungen erwartet. Dankeskarten beispielsweise fallen nicht unter höherwertige Gegenleistungen und sind rechtlich zulässig. Für den Betreiber des Start- Ups muss zwischen der Umsatzsteuer und der Erwerbssteuer unterschieden werden. Aufgrund der fehlenden Gegenleistung für die Spende, handelt es sich um keinen Umsatz. Umsatzsteuer wird daher nicht abgeführt. Da es sich bei einem Start- Up jedoch um ein Unternehmen handelt, sind die Einnahmen als Erwerb zu betrachten und dementsprechend zu versteuern. Würde es sich um Crowdfunding für eine Privatperson handeln, beispielsweise für die Studiengebühren oder dem berühmten Kartoffelsalat, sind die Einkünfte nicht als Erwerb zu Betrachten und somit nicht erwerbssteuerpflichtig.

Reward – Based Crowdfunding

Bei einem Reward- based Crowdfunding kann es sich beispielsweise um eine eindeutige Vorfinanzierung handeln, also eine Art Pre- Sale. Da hier ein Kaufvertrag mit Lieferfrist geschlossen wird, gelten beim Projektinitiator und dem Spender die üblichen steuerlichen Regelungen. Anders sieht es beim sogenannten Sponsoring aus, der Finanzierung gegen Werbung. Wenn der Spender als Gegenleistung für seine Spende Werbeleistungen erhält, handelt es sich bei ihm um allgemeine Betriebsausgaben. Der Projektinitiator hat im Gegenzug zu versteuernde Betriebseinnahmen zu verzeichnen.

Steuern im Überblick

Crowdfunding per se ist nicht steuerfrei. Generell ist in reward- based und donation- based Crowdfunding zu unterscheiden. Jede Form bringt eigene steuerliche Aspekte mit sich, die im Detail geprüft werden sollten. Mehr zum Thema erfährt man beim Crowdsourcing Verband. Werden die Vor- und Nachteile im Hinblick auf das geplante Projekt abgewogen, ergeben sich als Resultat Präferenzen für Spender und Projektinitiator.

Foto credit: Got Credit

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