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Erfolgreich lokalisieren – Nützliche Tipps für Startups

11.04.2016, 17:59 Aktuelles, Allgemein, Newsticker Claudia Pelzer 1 Kommentar

[ Gastbeitrag ]

Wer mit seinem Startup länderübergreifend erfolgreich sein will, muss sprachliche Weitsicht und globale Marktkenntnisse mitbringen. Welche Faktoren bei der Internationalisierung eine besondere Rolle spielen und vor allem welche Märkte sich für dieses Vorhaben besonders gut eignen, zeigen die folgenden Tipps.

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Über den Tellerrand schauen

Mit der eigenen Idee die ganze Welt begeistern – das klingt traumhaft und ist auch keinesfalls unrealistisch. Vorausgesetzt das Produkt beziehungsweise die Dienstleistung ist wirklich so gut, wie man glaubt. Und wenn sie das ist, ist eine umfassende Analyse und Planung des Vorhabens von größter Bedeutung. Wer nun denkt, dass das Angebot einfach nur übersetzt werden muss, um erfolgreich durchzustarten, liegt falsch. Das Vorgehen ist sehr viel umfangreicher, wobei es vor allem die Basics sind, die viele Startups beim Schritt ins Ausland vergessen. Dazu gehören Dinge, wie:

– Strategisch planen: Unternehmer müssen sich ausreichend Zeit für die Marktanalyse und alle weiteren Aufgaben, wie beispielsweise die Übersetzung der Texte, nehmen. Vor allem Letzteres wird sehr häufig unterschätzt.

– Budget gezielt einsetzen: Meist verfügen Startups nur über begrenztes Kapital – umso wichtiger ist, dieses überlegt einzusetzen.

– Auf die richtigen Märkte fokussieren: Nicht jeder Markt ist unbedingt wichtig – die strategische Planung liefert hier erste Ansatzpunkte. Bedenken sollte man dabei immer, dass man vor allem dort anfangen sollte, wo das Potenzial am größten ist. Ein großer Fehler: Märkte erschließen, nur um „dabei“ zu sein.

– Rechtliche internationale Rahmenbedingungen: Was beispielsweise in der DACH-Region Gesetz ist, kann in anderen Ländern ganz anders funktionieren.

Fremde Länder, fremde Sitten

Zu jeder professionellen Übersetzung gehört auch, dass länderspezifische Besonderheiten einfließen – einer von vielen Gründen, warum es im Idealfall ein Muttersprachler ist, der die Lokalisierung der Inhalte übernimmt. Man muss nur einmal an die wirklich kleinen Details denken, die – werden sie vergessen – ein großes Problem darstellen können:

– Systemeinstellungen sind ein solches „Problem“.

– Bietet das Startup ein Onlineprodukt mit Registrierung an, kann falsche Lokalisierung einen Total-Ausfall bedeuten.

– Muss der Nutzer beispielsweise seine Postleitzahl angeben, hat das Unternehmen hier jedoch nicht an die länderspezifische Formatierung gedacht, kann eine Registrierung unmöglich werden.

Ein wirklich einfaches Beispiel – und doch zeigt es, welche Ausmaße solch ein Versäumnis nach sich ziehen kann. Weitere wichtige Punkte bei der Lokalisierung sind:

– Länderspezifische Sprachgewohnheiten (wie sieht es mit Slang und besonderen Dialekten aus)

– Minderheiten des jeweiligen Landes (viele Länder unserer Erde beheimaten verschiedene Kulturen. Der Zielmarkt ist demnach häufig nicht nur das Land, sondern mehrere Kulturen auf einmal)

– Geschlechterbedingte „Unterschiede“ (in manchen Ländern ist auch das Geschlecht ein wichtiger Entscheidungsfaktor, den es zu berücksichtigen gilt)

Pflichtprogramm: Das Zielland vorab persönlich besuchen

Idealerweise besuchen global ambitionierte Startups das potenzielle Zielland vorab, um ein Gefühl für die Kultur, die Menschen und Ihre Gewohnheiten zu bekommen. So können sie sehr viel besser einschätzen, worauf es zu achten gilt, und ob der Markt überhaupt der richtige für sie ist. Bei der Rückkehr sollten die Verantwortlichen Antworten auf folgende Fragen im Gepäck haben:

– Gibt es Wettbewerber am Markt?

– Besteht eine Nachfrage für das Produkt?

– Welche rechtlichen Bedingungen müssen erfüllt werden?

Da sich die Gewohnheiten der Konsumenten anderer Länder zu denen hierzulande unterscheiden, ist es wichtig, sie genau zu analysieren. So werden eventuelle Missverständnisse bei der Markteinführung vermieden und man läuft nicht unnötig Gefahr, unprofessionell zu wirken.

Grundsätzliches bei der Länderwahl

Viele Startups aus der DACH-Region denken bei Internationalisierung in erster Linie an Länder, wie die USA oder Großbritannien. Doch eigentlich sollte die Entscheidung nicht an ein Land, sondern an die Sprache gekoppelt sein:

– Wer in die englische Sprache lokalisiert, erreicht nicht nur die USA, sondern bis zu 54 Länder – vielleicht ist hier ein Land dabei, das man bisher nicht auf dem Schirm hatte?

– Französisch könnte ebenfalls interessant sein – hier erreichen Startups bis zu 31 Länder.

– An dritter Stelle folgt – für manche überraschend – arabisch. Ganze 25 Länder erreichen Unternehmen mit der arabischen Sprache. Aufgrund des starken Wachstums, insbesondere, wenn es um die Zahl der Internetnutzer geht, ein Markt, den junge Unternehmen nicht außer Acht lassen sollten.

Mit Teamgeist vor Ort gemeinsam zum Erfolg

Bei der Erschließung neuer Märkte im Ausland sind kulturelles und sprachliches Know-How gefragt. Rechtliche Rahmenbedingungen müssen geprüft und angewandt werden. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, sollte ein Team zusammengestellt werden, das auch lokale Mitarbeiter einbindet:

– Lokale Mitarbeiter können wichtige Insights in den Markt, Land und Leute sowie Kultur geben.

– Sie kennen sich mit dem Markt und den Gesetzen am besten aus – in manchen Ländern (beispielsweise China) ist es sogar häufig unmöglich, ohne Mitarbeiter beziehungsweise Partner vor Ort, geschäftlich zu agieren.

– Gleichzeitig können lokale Mitarbeiter die Kundenbeziehungen vor Ort pflegen und so wichtiges Feedback sammeln, um das Angebot schrittweise zu verbessern.

In kleinen Schritten zum Erfolg

In wie viele Sprachen muss übersetzt und lokalisiert werden, um erfolgreich zu sein? Welches sind die wichtigsten Sprachen? Wie umfangreich ist die Übersetzung wirklich? Welche Sprachen sind im Onlinebereich entscheidend? All diese Fragen müssen Startups beantworten, um das Projekt Expansion zu verwirklichen – auf dem Weg dorthin kann diese Infografik vom Münchner Übersetzungsbüro Translate Trade helfen, die grafisch zeigt, worauf es bei der Lokalisierung für Startups ankommt.

Autor: Christoph Neuhold, Projekt- und Qualitätsmanager / Marketing Translate Trade

Bildrechte: Creative Commons Lizenz (Nancy McClure)

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