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Arbeitszeugnis erstellen – Tipps und Tricks

24.08.2016, 10:49 Aktuelles, Allgemein, Newsticker Claudia Pelzer

Es gehört zum Arbeitsleben eines Arbeitgebers, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt: das Erstellen eines Arbeitszeugnisses. Wenngleich sich über die Sinnhaftigkeit und Aussagekraft von Arbeitszeugnissen diskutieren lässt, sie erfüllen durchaus noch ihren Zweck und sind auch in heutiger Zeit wichtig. Mitarbeiter haben gar einen rechtlichen Anspruch auf ein positives, qualifiziertes Arbeitszeugnis.
Arbeitszeugnis

Wie ein Arbeitszeugnis aufgebaut ist

Ein Arbeitszeugnis besteht aus vier Bereichen. Zum Einstieg werden einige Fakten geliefert. Hier wird der Zeitraum des Beschäftigungsverhältnisses nebst Namen und Geburtsdatum des Mitarbeiters genannt. Oft wird in diesem Block auch noch etwas zum Unternehmen genannt, beispielsweise in welcher Branche es tätig ist und wie die Marktposition aussieht. Es folgt im zweiten Block weitere Fakten zum Aufgabenbereich des Mitarbeiters. Hier werden alle Aufgaben und Tätigkeitsbereiche gelistet, die der Mitarbeiter in seiner Zeit im Unternehmen wahrgenommen hat, beginnend mit den wichtigsten Aufgaben und Tätigkeiten. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, mit einer Auflistung zu arbeiten, wenn die Zahl der übernommenen Aufgaben relativ groß ist. Im dritten Block folgen die Leistungsbewertung und das Verhalten des Mitarbeiters. Hier wird mit Zeugniscodes gearbeitet, um die einzelnen Leistungen differenziert zu bewerten. So ist beispielsweise eine Formulierung wie „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ einem sehr gut gleichzusetzen. Negative Formulierungen sind zu unterlassen.

Bewertet werden sollten möglichst mehrere Aspekte der Arbeitsleistung. Für gewöhnlich lässt sich die Leistung des Mitarbeiters kategorisieren in eine Mengenleistung, die Qualität der Ausführung, die Selbstständigkeit der Aufgabenbewältigung und die Eigenverantwortung. Auch Erwähnung finden sollte das Verhalten gegenüber Kollegen, Vorgesetzten und Kunden sowie eine Beurteilung des Führungsverhaltens, wenn der Mitarbeiter Führungsverantwortung besaß. Zuletzt wird auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses eingegangen, in erster Linie der Austrittsgrund. Aber: Wünscht der Mitarbeiter, den Grund des Beschäftigungsendes nicht zu nennen, muss dem entsprochen werden. Ein Ausdruck des Dankes und gute Wünsche für die Zukunft sind typische Abschlussformeln, bevor das Arbeitszeugnis mit Datum und Unterschrift abschließt. Wichtig ist hier, dass das auf dem Zeugnis angegebene Ausstellungsdatum mit dem Datum des Beschäftigungsendes übereinstimmt.

Auf Verständlichkeit und Individualität achten

Zwar sind Arbeitszeugnisse oft ähnlich aufgebaut, was zur Nutzung von Textbausteinen verleitet, aber bei der Erstellung sollte auf Verständlichkeit und eine gute Portion Individualität geachtet werden. Verständlichkeit bezieht sich in erster Linie auf die Sprache. Beispielsweise sind Tätigkeitsbeschreibungen allgemeinverständlich zu formulieren und zu bezeichnen, auch wenn innerhalb des Unternehmens zum Beispiel andere Bezeichnungen üblich sind. Auch der Bewertungsteil sollte eindeutig formuliert sein, weshalb es sich anbietet, die Leistungsbewertung in die oben genannten Teilbereiche zu zerlegen und einzeln zu bewerten. Zudem sollte verhindert werden, dass ein Arbeitszeugnis „wie von der Stange“ wirkt, wo allenfalls Textlücken aufgefüllt werden. Ein Beispiel ist die Erwähnung von Zusatzleistungen, die der Mitarbeiter erbracht hat, oder die Nennung von Bereichen, in denen der Mitarbeiter überdurchschnittliches Engagement gezeigt hat. Moderne Zeugnisse enthalten immer einen solchen Teil.

Hilfestellung für den Arbeitgeber

Um ein Arbeitszeugnis zu erstellen, welches den fachlichen Anforderungen entspricht, aber auch inhaltlich die Qualifikationen des Arbeitsnehmers wiederspiegelt, kann sich der Arbeitgeber bestimmten Hilfsmitteln bedienen: Es gibt unzählige Fachbücher die Schritt für Schritt die Erstellung eines Arbeitszeugnisses beschreiben. Eine weitere Möglichkeit sind professionelle Software-Lösungen, die in wenigen Schritten ein rechtssicheres Arbeitszeugnis erstellen. Wer mehr Unterstützung braucht, kann auch professionell geführte Workshops oder Seminare belegen.

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