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Die Foodbrancheentdeckt die Online-Welt

31.03.2017, 10:51 Aktuelles, Allgemein Claudia Pelzer

Gestern im Supermarkt: Zuerst das Warten an der Käsetheke, dann wieder warten an der Fleischtheke und dann gefühlte Stunden an der Kasse anstehen. Genervt und frustriert zu Hause angekommen, macht das Kochen auch keinen Spaß mehr. Heute bestelle ich mir was und ab morgen „gehe“ ich in den Onlinesupermarkt.

Food delivery

E-Commerce-Wachstum in der Lebensmittelbranche im zweistelligen Bereich

Der Jahresumsatz im E-Commerce Lebensmittelsegment beläuft sich auf unter eine Milliarde Euro nach Angaben des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel. Werden die Kategorien Drogeriewaren und Tiernahrung, also die sog. Near-Food-Produkte hinzugezählt, kommt man auf rund 3,3 Milliarden Euro inkl. Umsatzsteuer. 2015 waren es 2,9 Milliarden Euro. Der online Bruttoumsatz mit Gütern des täglichen Bedarfs stieg im Vergleich zu 2015 um 13,5 Prozent. Mit 1,3 Prozent ist der Anteil des E-Commerce bei Gütern des täglichen Bedarfs am Bruttoumsatz des deutschen Lebensmitteleinzelhandels eher noch gering.

Den langsamen, aber steten Vormarsch des E-Commerce in der Foodbranche zeigt eine Bitkom-Studie von 2016. So hat 2016 bereits ein gutes Viertel (28 Prozent) der Online-Einkäufer Lebensmittel Online gekauft. Im Bereich der Frischewaren stieg der Anteil der Online-Käufe im Vergleich zum Vorjahr sogar um sechs Prozent auf 37 Prozent. Knapp die Hälfte (46 Prozent) jener Online-Shopper, die noch keine Lebensmittel im Online gekauft haben, kann sich den Schritt in die Lebensmittelonlinewelt vorstellen.

Onlinesupermärkte mit Vollsortiment

Was vor ungefähr drei Jahren fast noch eine Utopie war, ist heute Realität: der Online-Lebensmitteleinkauf. Sogar frische und kühlpflichtige Lebensmittel können einfach per Mouseclick gekauft werden. Der E-Commerce hat bei den Vollsortimentern der Foodbranche Einzug gehalten. Viele herkömmliche Supermarktketten, wie zum Beispiel Rewe, bieten ihr Warensortiment 1:1 im eigenen Online-Shop an. Bei manchem Onlinesupermarkt stehen sogar mehr Waren als in den eigenen Straßenläden zur Auswahl. Auch kann im Onlinesupermarkt über eine Filterung speziell nach Produkten für bestimmte Ernährungsformen gesucht werden. Eine Filterung nach Allergenen bieten bis jetzt nur wenige Onlinesupermärkte an. Anders formuliert, die Möglichkeiten des Online-Shoppings werden von den Märkten noch nicht vollständig ausgeschöpft. Aktuell findet eher eine Übertragung des herkömmlichen Supermarkteinkaufs auf die Onlinewelt statt, so ein Ergebnis der EHI-Studie „Lebensmittel E-Commerce 2016“. Zu jenen Onlinesupermärkten, die verschiedene Filterungen, etwa laktose-, glutenfrei, vegan & vegetarisch und BIO, anbieten gehört der Onlinemarkt Allyouneedfresh. Dieser Die DHL-Tochter gehört zur Gruppe der sog. reinen Online-Supermärkte. Das sind Shops, die ohne Straßenländen auskommen, also nur online existieren. Um das Einkaufen weiter zu vereinfachen, hat sich Allyouneedfresh 2017 mit Amazons Alexa vernetzt.

Lieferung und Versand der Lebensmittel: Frische zählt

Ob reiner Online-Supermarkt oder Online-Shop einer herkömmlichen Supermarktkette – wenn es um die Frische der zugestellten Lebensmittel geht, verstehen die Kunden keinen Spaß. Um die Frische der Waren garantieren zu können werden Kuriere oder eigene Flotten mit Kühlfahrzeugen eingesetzt. Letztere sind allerdings oft nur in Großstädten und Ballungsräumen verfügbar. Wer außerhalb der Flottenreichweite wohnt, muss auf den Paketversand zurückgreifen.

Onlinelieferdienste für Pizza, Burger und mehr

Der Online-Lebensmitteleinkauf ist praktisch, erspart aber das Kochen nicht wirklich. Also wird zum Smartphone gegriffen und Essen bestellt. Onlinelieferdienste werden die Bestellplattformen genannt. Sie funktionieren wie Hotelbuchungsplattformen als Vermittler zwischen Restaurant und Kunden. Bezahlt wird online direkt bei der Plattform. Zugestellt wird das Essen in der Regel vom Restaurant. Für die Vermittlung nehmen die Plattformbetreiber Provisionen zwischen zehn bis 14 Prozent vom Restaurant im Erfolgsfall, also im Lieferfall. Das Ziel der Plattform ist es, die Plattform bekannter zu machen, um mehr Besteller und Restaurants anzuziehen.

Wie bei den Onlinesupermärkten hat sich auch diese Dienstleistung aus der StartUp-Szene heraus gebildet. Heute ist Lieferheld Tochter der 2011 gegründeten Holding Delivery Hero mit Sitz in Berlin, die in über 40 Ländern aktiv ist. Allein in Deutschland sind über 9.000 Restaurants bei Lieferheld gelistet. Nach Unternehmensangaben war der Nettoumsatz der Holding mehr als 300 Millionen Euro.

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